Wildgehege Jörgenstein: Neues Leben für alte Traktoren

15.08.2017Sparkasse Bochum unterstützt Trägerverein mit 5.000 Euro

 

Thilo Elsner schaut nicht nur in die Sterne. Der Chef der Sternwarte hat neben dem Himmel auch das Gelände in nächster Nachbarschaft stets im Blick: Als Vorsitzender des Trägervereins des Wildgeheges „Jörgenstein“ kümmert er sich ums Wohl der Wildschweine, Damwild und Mufflons im Weitmarer Holz.

Eine arbeitsintensive Aufgabe für die aktiven Vereinsmitglieder. Der Zaun muss stets überprüft und repariert, das Gehege gepflegt und die Tiere gefüttert werden. Thilo Elsner und seine Ehrenamtlichen erfüllen sie hoch engagiert und leidenschaftlich. „Ich bin hier aufgewachsen und lebe noch hier“ erklärt der Familienvater. Weil das Weitmarer Holz für ihn und ganz viele Bochumer ohne das Wildgehege undenkbar ist, hat er vor drei Jahren einen Trägerverein gegründet und das „Jörgenstein“ so vor dem von der Stadt besiegelten „Aus“ gerettet.

Das Weitmarer Holz im Süden Bochums gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Stadt. Angeblich soll sich dort sogar die Entdeckung der Steinkohle zugetragen haben, behauptet eine alte Legende: Ein Schweinehirt namens Jörgen habe durch Zufall bemerkt, dass ein Feuer, das er abends entzündet hatte, am nächsten Morgen noch glimmte, so wird erzählt. Ob die Geschichte wahr ist oder nicht, entzieht sich der Überprüfung, dennoch wurde dem Hirten ein Denkmal gesetzt: Der sogenannte Jörgenstein liegt nicht weit vom markanten Malakowturm der ehemaligen Zeche „Brockhäuser Tiefbau“ und erinnert an die lange Geschichte des Bergbaus im Ruhrgebiet.

Die Bochumer Sternwarte befindet sich ebenfalls am Weitmarer Holz: Von hier aus wird das Wildgehege gepflegt. Das Grünfutter bekommen die Tiere unter anderem von der Wiese auf dem Gelände der Sternwarte. Ohne die entsprechenden Maschinen ist das nicht machbar. „Das Gras muss gemäht, aufgeladen und zum Gehege transportiert werden“, erläutert der Sternwarte-Chef.

Da das Geld des Vereins für neuwertige Mähmaschine, große und kleine Traktoren nicht reicht, stellt Thilo Elsner eine weitere Leidenschaft in den Dienst des Vereins: Mit technischem und handwerklichem Geschick repariert er alte, günstige Ost-Maschinen. Oder aber er baut aus mehreren günstigen „schrottreifen“ Geräten wieder ein funktionsfähiges

In so ein dringend notwendiges Reparatur-Projekt floss jüngst auch eine 5000 Euro-Spende der Sparkasse Bochum aus dem Topf der Sparlotterie. Dank dieser Spende kann Elsner nun alten Ost-Traktoren in seiner Freizeit wieder neues Leben einhauchen. Das Engagement des Vereins beeindruckte auch Sparkassen-Mitarbeiterin Sarah Milerski beim Ortstermin im Wildgehege. Der kleine Trecker ist ein Relikt der Landesgartenschau in Oberhausen.

Mehr Information:
Geschichte des Weitmarer Holzes auf der Website der Stadt Bochum

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