Rettungsschirm für den Sport in Rheine

22.03.2021 Stadtsparkasse Rheine spendet insgesamt 25.000 Euro an fünf Vereine

 

Den Glücksklee erkennt man für gewöhnlich daran, dass er vier Blätter hat. In Rheine hat er sogar deren fünf: In jedem Jahr lädt die Stadtsparkasse fünf Vereine zu einer Großspende ein. Nachdem im Jahr 2019 die Fördervereine der weiterführenden Schulen im vergangenen Jahr begünstigt wurden, ging der Geldsegen im vergangenen Jahr nun an Rheinenser Sportvereine. Jeder Verein erhielt eine Zuwendung von 5.000 Euro, die Sparkassenvorstand Thomas Prochmann (im Bild 4.v.l.) den Vereinsvertretern in der Sparkassenhauptstelle überreichte.

„Gerade in dieser schwierigen Zeit möchten wir als verlässlicher Finanzpartner vor Ort an der Seite der besonders von der Pandemie betroffenen Vereine stehen und das Geld zurück in die Region geben. In den Gesprächen mit den Vereinsvertretern wird deutlich, dass diese Förderung zur rechten Zeit kommt“, betonte Prochmann.

Der am 01.04.2020 aus den Vereinen Grün-Weiß Rheine und Amisia Rheine entstandene Verein SV Grün-Weiß Amisia Rheine e.V. konnte seit der Fusion nur schrittweise den Betrieb aufnehmen. Nun sollen alle Teams mit Trikotgarnituren mit dem neuen Vereinsnamen und Logo ausgestattet werden. Klaus Bönninghoff, Vorsitzender des GWA (2.v.r.), berichtete aus der Fusionsphase. „Die Stimmung und auch das Teamgefühl im Verein sind sehr gut. Es macht viel Spaß die Früchte der Arbeit der letzten Monate reifen zu sehen“, freut sich Bönninghoff darauf, die ersten Zeilen der neuen Vereinsgeschichte des Grün-Weiß Amisia Rheine e.V. zu schreiben.

Auch der größte Rheinenser Sportverein, der TV Jahn Rheine, mit rund 8.500 Mitgliedern wurde mit der 5.000 Euro Spende bedacht. Martin Möhring, stellvertretender Vorsitzender (1.v.l.), berichtete von dem Projekt „Engagementsförderung“. „Die ehren-amtlichen Übungsleiter müssen in den Sportstätten die aktuellen Hygienemaßnahmen umsetzen, die vom Verein vorgegeben werden. Hier möchten wir ein System entwickeln, um den Informationsfluss zu professionalisieren“, berichtete Möhring. Der TV Jahn musste während des Lockdowns die kompletten Sportstätten schließen. Bei laufenden Kosten und nach der Wiedereröffnung unter erhöhten Auflagen fielen Zusatzkosten an. „Durch die Personenbeschränkungen benötigen wir aktuell deutlich höhere Raumkapazitäten und mehr Übungsleiter, um das gleiche Angebot anzubieten“, erklärte Möhring.

Der zweitgrößte Verein der Emsstadt, der TV Mesum mit rund 1.100 Mitgliedern, kommt aus Rheines Südraum. Manfred Keuß, stellvertretender Abteilungsleiter Volleyball (3.v.l.), schilderte die Situation in Mesum: „Besonders in der Kurs- und Gesundheitsabteilung hatten wir große Einnahmeausfälle durch den Wegfall von Kursen während des Lockdowns und auch der Ausfall unserer Dorfpokalveranstaltung hat ein Loch in die Kasse gerissen.“ Neben diesen Corona-bedingten Einnahmeausfällen fallen aber auch normale Instandhaltungskosten, wie die Erneuerung der 20 Jahre alten Netzpfostenanlage an.

Die Ems ist der Schauplatz des Wassersportvereins Rheine. „Wir durften 2020 unter strengsten Bedingungen eine Deutsche Meisterschaft durchführen, bei der unsere Teilnehmer große Erfolge feiern konnten. Im Gegensatz zu den vorherigen Veranstaltungen fielen auch hier Einnahmequellen geringer aus, u.a. durch die deutlich geringeren Teilnehmerzahlen oder den Wegfall des Verpflegungsangebotes“, beschreibt Markus Droste, Vorsitzender des WSV (2.v.l), die Situation. Einen großen Verschleiß hat der Verein stets bei den Booten zu verzeichnen. Selbst bei bester Pflege weisen diese nur eine aktive Nutzungsdauer von ca. 6 Jahren auf. Mit der Spende kann der WSV neue wettbewerbsfähige Boote anschaffen, um auf dem hohen Niveau beste Bedingungen für die Mitglieder zu schaffen.

Das Element Wasser gehört unter anderem auch zum Ruder-, Hockey- und Tanzsportclub (RHTC) – drei Sportarten unter einem Dach, die unterschiedlicher nicht sein könnten, wie Vorstand Klaus Bichmann (ganz rechts) berichtete. Die rund 630 Mitglieder sind im Bootshaus an der Ems beheimatet. Mit einem modernen Kunstrasen-Hockeyplatz mit Flutlichtanlage und modernisierten Tanzräumlichkeiten sowie dem direkten Zugang zur Ems bietet der Verein allen drei Sparten optimale Bedingungen. Zur Förderung aller drei Sportarten wird die Sparkassenspende gleichmäßig auf die Abteilungen verteilt.

Die Gesprächsrunde anlässlich der Spendenübergabe schloss Thomas Prochmann mit einem Dank an die Vereinsverantwortlichen für das ehrenamtliche Engagement.

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