Herner Grauwale: Hier dürfen alle mal abtauchen

09.01.2018 Herner Sparkasse unterstützt die Anschaffung von behindertengerechtem Equipment für inklusive Tauchkurse

 

Der Tauchsport ist ein ganz besonderes Hobby: Wer unter Wasser geht, scheint fast schwerelos durch eine ganz fremde Welt zu schweben, und bewegt sich zugleich durch das Element, aus dem alles Leben stammt. Aufregende Taucherlebenisse kann man nicht nur an exotischen Küsten finden. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es ausgezeichnete Adressen für aufregende Unterwasserwelten. Und die Mitglieder des Tauchsportvereins „Herner Grauwale“ kennen die besten davon.

Spaß und Erlebnis stehen bei den Grauwalen im Vordergrund: „Tauchen mit Freunden“ heißt das Motto des 2011 gegründeten Vereins, der inzwischen etwa 40 Mitglieder zählt. Über das Jahr bieten die Grauwale nicht nur eine fundierte Tauchausbildung, sondern zahlreiche Events und Ausflüge rund um’s Tauchen an, zu denen auch Anfänger herzlich eingeladen sind. Zu den Zielen, die auf den Ausflügen angesteuert werden, gehören die vielen Talsperren des Sauerlands, Baggerseen und andere bekannte Tauchspots, wie z.B. der beliebte „See im Berg“ bei Messinghausen. Ein- oder zweimal im Jahr brechen die Grauwale auch zu entfernteren Ufern auf: So gab es im vergangenen Jahr zum Beispiel eine Tauchreise nach Ägypten.

Die Grauwale möchten möglichst vielen Menschen den Zugang zum Tauchsport ermöglichen, auch solchen, die ansonsten noch wenig Zugang dazu haben. Regelmäßig gibt es zum Beispiel Familientauchtage, zu denen alle Generationen, und selbstverständlich auch Alleinerziehende eingeladen sind. Auch spezielle Tauchkurse für muslimische Mitbürger hat der Verein schon durchgeführt, die sehr gut angenommen wurden: Einige Kursteilnehmer sind inzwischen Vereinsmitglieder geworden.

In Zukunft möchten die Grauwale außerdem verstärkt Angebote für Menschen mit Behinderungen bereithalten. „Wir wollen Inklusion im Tauchsport auch in Herne etablieren“, sagt der Vereinsvorsitzende Thomas Fingerhut. „Wenn jeder Mensch, mit oder ohne Behinderung, überall dabei sein kann, warum sollte er dann nicht auch tauchen können?“

Die nötigen Qualifikationen hat Fingerhut gemeinsam mit seiner Tauch- und Lebenspartnerin Petra im vergangenen Jahr beim Tauchsport-Landesverband Niedersachsen erworben. Für die Anschaffung von behindertengerechtem Equipment suchen die Grauwale noch freundliche Sponsoren. Da kommt eine Spende der Herner Sparkasse gerade recht: „Ohne diese Zuwendung hätten wir diese neue Ausbildungsform noch gar nicht angehen können“, sagt Fingerhut. „Nun ist das Tauchen für Menschen mit Behinderungen in Herne bald keine Utopie mehr.“

Mehr Information:
Herner Grauwale

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