Hoch hinaus in Beckum

17.06.2019 Sparkasse Beckum-Wadersloh spendet für neuen Kletterturm im Phoenix Park

 

Fans des Klettersports denken vermutlich nicht unbedingt ans Münsterland, wenn sie hoch hinauswollen. Zu Unrecht. In Beckum zum Beispiel gibt es eine eigene Sektion des Deutschen Alpenvereins. Die betreibt im „Aktivpark Phoenix“ eine eigene Kletteranlage, die auch höchste Kletteransprüche.

Der Aktivpark Phoenix ist ein ehemaliger Steinbruch: Von hier aus wurden früher die Phönix-Werke beliefert, die zu den wichtigsten Fabriken im „Zementrevier“ zwischen Beckum und Ennigerloh gehörten. In den Neunzigern endete die industrielle Nutzung, seither wurde der Steinbruch vorbildlich renaturiert und als Naherholungsgebiet umgestaltet wurde. Es gibt dort einen Abenteuerspielplatz, einen Discgolf-Parcours, Spielfelder für Beach-Volleyball und Basketball sowie eine Skateboardanlage. Und natürlich den Kletterturm des DAV, der schon von weitem sichtbar ist und als Betonskulptur ein markantes Ausrufezeichen in der Landschaft setzt.

Seit 1997 ist die Kletteranlage im Phoenix-Park in Betrieb. Damals war sie ein Vorzeigeobjekt. Nach nunmehr 20 Jahren entspricht sie aber nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Dies bezieht sich sowohl auf das Baumaterial Beton als auch auf die wenig variabel zu gestaltenden Wände. Und so sieht der DAV die Zeit gekommen, die Anlage durch eine moderne Komponente zu erweitern und damit die Attraktivität für die Zukunft zu sichern und auszubauen. Zumal der Klettersport 2020 auch in den Kreis der olympischen Disziplinen aufgenommen werden soll: Davon verspricht man sich beim DAV noch mehr öffentliches Interesse.

Ein neuer, 15 Meter hoher Kletterturm soll zukünftig etwa 500 m² zusätzliche Kletterfläche mit 50 neuen Routen bieten. Der neue Turm bietet außerdem verbesserte Trainingsbedingungen für den Leistungs- und den Schulsport, heißt es beim DAV. Die Stadt Beckum hat bereits ihre Unterstützung bereits zugesagt: Sie stellt die benötigte zusätzliche Fläche sowie die Bereitschaft, den Pachtvertrag als indirekte Sportstättenförderung für 25 Jahre zu verlängern, zugesagt. Auch seitens der Bundesorganisation des DAV wird das Projekt wohlwollend begleitet.

260.000 Euro wird das Bauvorhaben nach Angaben der Projektverantwortlichen kosten. 70.000 Euro davon investiert die Beckumer Sektion aus eigenen Mitteln, der Gesamtverband beteiligt sich mit weiteren 33.000 Euro, außerdem gibt es ein Darlehen der NRW.Bank.

Spenden sollen die weitere Finanzierung des Projektes unterstützen. Eine wichtige Unterstützung kam nun auch von der Sparkasse Beckum-Wadersloh: Sie spendet 5.000 Euro für das Projekt. Das Geld stammt aus dem Zweckertrag der Sparlotterie. „Wir unterstützten gerne Projekte von Beckumer Vereinen, die sogar überregionale Bedeutung haben“, sagt Sparkassenvorstand Jürgen Wenning.

Auch private Spender können sich am Projekt beteiligen. So sucht der DAV derzeit finanzielle Unterstützung für die 3.000 bunten Klettergriffe, die am Turm befestigt werden sollen. Wer einen oder mehrere neue Griffe spenden möchte, findet dazu auf der Website des Vereins weitere Informationen.
Mehr Information:DAV Sektion Beckum

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